Es ist bekannt, dass die Kinder von der ersten Sekunde ihres Lebens beginnen zu lernen. In keinem Lebensabschnitt lernen sie mehr als zwischen 0 und 3 Jahren. Es ist eine große Verantwortung und gleichzeitig ein Riesenglück, sie in dieser Zeit in ihrer Entwicklung begleiten zu dürfen. Das Lernen ist in dieser Zeit nicht auf den Intellekt beschränkt: Es ist noch ein ganzheitlicher Prozess, bei dem der gesamte Körper einbezogen wird. Das bezieht sich auch auf die Nutzung der Gebärdensprache im Alltag, wie Mimik und Gestik. Kinder lernen durch Erleben. Sie lernen und entwickeln sich beim Spielen und bei alltäglicher Beschäftigung. Dabei spielt eine gesunde Bewegung-, sowohl im Freien als auch im Raum, eine wesentliche Rolle. Meine Aufgabe sehe ich in der Förderung und in der Anleitung der Tageskinder zu selbstbewussten und selbständigen kleinen Persönlichkeiten, die hier ihren Grundstein für ihr weiteres Leben legen. Damit die Kinder mit Spaß und Begeisterung lernen, biete ich ihnen ein breites Spektrum, bei dem so viele Sinne wie möglich angesprochen und geschult werden.
Mein Motto ist: Das Lernen in der Natur.
Dabei kann ich die Kinder in ihrem Handeln beobachten und sie dann in ihren Interessen besser unterstützen. Aus Kindern werden Jugendliche und dann Erwachsene, die selbstbewusst, neugierig, hilfsbereit, aufmerksam, mitdenkend, mutig, widerstandsfähig, ausdauernd und gut organisiert im Leben stehen werden. Unsere Kinder sind voller Neugier, die uns zeigen, was sie alles interessiert. Sei es im Garten die Wiese, die Krabbeltierchen oder auf unseren Spaziergängen die Autos, der Verkehr und auch die Tiere, die wir beobachten können. Ich greife ihr Interesse auf und mache es gerne im Betreuungsalltag zum Thema.
Pädagogische Angebote
Grundlage für die pädagogische Arbeit ist das Berliner Bildungsprogramm.
Mir ist es wichtig, dass die Kinder selbstbewusst und selbstständig werden, ihre Meinungen äußern und sich möglichst ganzheitlich entwickeln können. Ich unterstütze und ermutige die Kinder, dass vielleicht noch nicht Geschaffte und Erreichte erneut zu erproben, denn ein gesetztes Ziel braucht manchmal etwas mehr Zeit. Ein wichtiger Punkt ist die Förderung der Sprachentwicklung. Im gesamten Tagesablauf fließen Lieder, Reime, und das Vorlesen und Erzählen von Märchen und Geschichten und Kinder-Yoga mit ein.
Warum Märchen? Märchen in der Kindertagespflege erfordern eine besonders ruhige Erzähl - Atmosphäre, denn die Kleinsten haben empfindliche Sinnesorgane und ein sehr sensibles Nervensystem. Ab dem zweiten Lebensjahr beginnt die Phase des magischen Denkens. Für Kinder lebt alles im Märchen, sei es Menschen, Tiere, Pflanzen, Gegenstände, alle können reden, denken und fühlen und treten miteinander in Aktion. Dies entspricht der Sicht des Kindes. Außerdem gibt es in Märchen keinen Schmerz, keine Krankheiten, keine Uhrzeiten, demnach bietet sich viel Raum für die eigene Fantasie. Wiederholungen im Märchen wie „Es war einmal...“ „Einst lebte...“ und „Spieglein, Spieglein an der Wand...“ sind Rituale und erzeugen Sicherheit. Durch Gegensätze im Märchen (hässlich - schön, arm - reich, gut - böse, fleißig - faul) lernen die Kinder sehr früh, Gut und Böse zu unterscheiden. Und zum Schluss geht das Märchen immer gut aus und das sorgt für eine positive Grundstimmung und Zufriedenheit.
Warum Naturpädagogik? In der Naturpädagogik (Erlebnisräume) können Körpererfahrung, Körperwahrnehmung, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein, Verantwortungsgefühl, Kommunikation und Kreativität intensiv gefördert werden. Durch Spaziergänge und Tagesausflüge vermittele ich den Kindern erste Erfahrungen mit der Natur. Regelmäßig gehe/fahre ich mit der Gruppe in den Tierpark, den Park oder in den Garten. Dort begleite ich die Kinder auf ihrer Entdeckungs- und Erlebnisreise in der Natur. Jedes Kind hat die Möglichkeit, die Natur im eigenen Tempo zu durchstreifen und kennenzulernen.
Warum Kinder-Yoga? Beim Kinder-Yoga wird eine wertschätzende und achtsame Grundhaltung vermittelt, die ohne Druck und Leistung stattfindet. Atemtechniken, körperliche Übungen und Konzentrationsübungen sind darin enthalten. Körper- und Atemübungen stehen im ausgewogenen Verhältnis, An - und Entspannung gehören zusammen. Es werden beide Gehirnhälften (rechts = Fantasie und Gefühle, links=logisches Denken und Sprache) angeregt.
Körperübungen: Atemübungen:
Förderung der Beweglichkeit Entspannung / Erholung
Beeinflussung der Körperhaltung Förderung von Rhythmusgefühl
Kräftigung der Muskulatur Stärkung des Selbstbewusstseins
Anregung des Kreislaufs Loslassen von Emotionen
Schulung des Gleichgewichtes
Förderung der Grob- und Feinmotorik
Förderung der Konzentration
Projekte / Themenwochen
Da die Kinder unterschiedliche Interessen haben und auch manchmal ein Käfer im Garten eine große Begeisterung auslösen kann, spreche ich auch gerne mal eine ganze Woche über Wiesen - und Waldbewohner. Die sogenannten projektähnlichen Themenwochen sind bei meinen Tageskindern sehr beliebt.
Weitere Themen (Wochen) können sein:
Märchen und Geschichten
⁃ Geschichten über die Monatsfeen
Was bedeutet Natur?
⁃ Begeisterung für die Natur wecken
⁃ positives Grundgefühl für die Natur entwickeln
⁃ möglichst in allen Situationen liebevoll zu Handeln
Der Wald / Die Bäume
⁃ Jahreszeiten naturverbunden zu vermitteln / Jahreskreis-Lieder, Jahreskreis-
Feste
Im Frühling
⁃ die Kraft der Sonne, erstes zartes Grün an den Bäumen, das Singen der Vögel
Im Sommer
⁃ kühlen Schatten genießen, summende und brummende Insekten beobachten
Im Herbst
⁃ Blätter verfärben sich, Früchte fallen von den Bäumen
Im Winter
⁃ Ruhe spüren im Schnee, Eiskalter Wind, der durch die Bäume rauscht
Die Insekten auf der Wiese
⁃ Heimische Tier- und Pflanzenwelt kennen lernen / Zusammenhänge entwickeln
Wasser, Matsch und Spaß dabei
⁃ Experimente
Folgende Bildungsfelder sind mir wichtig:
- Kommunikation in Sprache und Schrift
- soziales Leben in der Gruppe
- Natur und Umwelt
- Instrumente und Gesang
- Malen und Basteln
- Bewegung und Gesundheit
Ein sicheres Umfeld ist für eine unbeschwerte und geborgene Entwicklung der Kinder Grundvoraussetzung. In meinen Räumen in Berlin-Karlshorst habe ich vielfältige Maßnahmen für einen sicheren Alltag unternommen. Dazu zählen unter Anderem die Sicherung der Steckdosen, besonders sichere Kindermöbel und kindgerechte Spielsachen.
Für die Gesundheit der Kinder ist eine gute Hygiene unerlässlich und wird von mir in allen Bereichen, wie persönlicher Hygiene, sauberen Räumen und bei der Zubereitung von Speisen, umfassend beachtet. Das Immunsystem der Kinder ist noch nicht voll entwickelt und so müssen wir Tagesmütter und Tagesväter besonders achtsam sein, wenn es darum geht, die Verbreitung von Keimen zu verhindern. Das Thema „Hygiene“ ist auch immer wieder Bestandteil von Fortbildungen, so dass ich mein Wissen auf einem aktuellen Stand halten kann.
Mahlzeiten
Mahlzeiten in der Kindertagespflege bedeuten nicht nur satt zu werden. Sie unterbrechen den Tagesablauf und vermitteln den Kindern einen immer wiederkehrenden Rhythmus. Essen ist eine sinnliche Erfahrung. Die Kinder können das Essen sehen, riechen, schmecken und fühlen.
Das Essen in der Tagespflege ist ein Ritual, bei dem eine gemeinschaftliche und kommunikative Situation entsteht.
Um die Zähne und den Körper gesund zu halten, lege ich großen Wert auf frisch zubereitete Mahlzeiten.
Ich biete einen vollwertigen Frühstückstisch mit Gemüse oder Obst an. Natürlich gibt es auch Wurst und Käse mit Vollkornbrot.
Süße Lebensmittel (wie z.B. Kuchen, Süßes vom Bäcker, …) bekommen die Kinder eher selten.
Getränke, wie Wasser und ungesüßten Tee, stehen für die Kinder zur freien Verfügung auf dem Tisch.
Das Mittagessen wird von mir selbst zubereitet (ggf. auch mit den Kindern gemeinsam) und die Zutaten hierfür können mit den Kindern zusammen eingekauft werden. Die Kinder entscheiden selbst was, wie viel und ob sie essen wollen.
Ich kann auch gerne auf individuelle Ansprüche bei der Zubereitung der Mahlzeiten eingehen, wenn es Allergien oder sonstige persönliche Vorgaben gibt.
Schlaf- und Ruhezeiten
Meine Tageskinder machen zwischen 12 und 14 Uhr ihren Mittagsschlaf oder halten ihre Ruhezeit. Der Tag wird am besten im Schlaf verarbeitet und bietet den Kindern eine kleine Auszeit für ihren Körper. Ich gehe altersunabhängig auf die Schlafbedürfnisse der Kinder ein.
Körperhygiene / Körperwahrnehmung
Während des Wickelns, beim An- und Ausziehen, Waschen und Eincremen, erfahren die Kinder emotionale Zuwendung und werden liebevoll gepflegt. Durch die Körperpflege bauen die Kinder eine natürliche Beziehung zum eigenen Körper auf. Ich ermutige die Kinder unter drei Jahren, sich zu pflegen. Dazu gehören Hände und Gesicht waschen und sich die Zähne zu putzen.
Die Gesundheitserziehung wird in den Tagesablauf integriert, so werden das Händewaschen vor und nach dem Essen sowie das Zähneputzen zur Selbstverständlichkeit.
Jedes Kind hat ein eigenes Fach für Wechselwäsche und Windeln, sowie ein eigenes Handtuch und eine Zahnbürste.
Die kleine Gruppengröße ist ein großer Vorteil der Kindertagespflege und ermöglicht es mir eine individuelle Beziehung zu jedem Kind aufbauen zu können. Es ist viel Zeit für jedes Kind vorhanden und ich kann sehr gut auf jede der kleinen Persönlichkeiten eingehen. Gerade für die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren ist es wichtig, dass eine vertrauensvolle Nähe aufgebaut wird, in der sich das Kind wohl und geborgen fühlt.
In meiner kleinen Gruppe gibt es immer eine Durchmischung verschiedener Altersgruppen. Jedes Jahr kommen neue Babies oder kleine Kinder hinzu und die älteren Kinder bereiten sich auf den nächsten Schritt vor und verlassen die Kindertagespflege wieder. Die Altersdurchmischung ist für alle Kinder gut: so lernen die kleinen viel von den größeren Kinder und die größeren Kinder lernen Vorbild zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Sie lernen spielerisch in den verschiedenen Rollen Rücksicht aufeinander zu nehmen und erweitern somit ihre soziale Kompetenz.
Freies Spiel, Bewegung, Sprache und Kreativität nehmen den größten Teil in unserem Tagesablauf ein. Die Kinder lernen durch Bewegung ihren Körper besser kennen und trainieren dabei alle Sinne. Meine Räume in Berlin sind so ausgestattet, dass es genügend Platz zum Toben gibt. Natürlich gehen wir auch vor die Tür und erkunden die Umgebung. Auf dem Spielplatz, im Park oder im Garten können die Kinder noch ganz andere Sachen ausprobieren und ihre Erfahrungen erweitern. Ich spiele dabei gerne mit und stehe bei neuen Herausforderungen den Kindern helfend zur Seite.
Das Besondere kann jederzeit entdeckt werden: in der Natur finden sich überall Sachen, mit denen man spielen und basteln kann. Mit viel Freude untersuchen wir unsere Umgebung und probieren z.B. womit man Musik machen kann, was sich zum Basteln eignet oder spielen einfach im Sandkasten. Für mich ist es immer wieder faszinierend, mit welchem Eifer und welcher Hingabe die Kinder neue Sachen für sich entdecken.
Auch Musik und Singen kommt in meiner Kindertagespflege nicht zu kurz. Durch zusammen gesungene Lieder erweitern und vertiefen die Kinder ihren Wortschatz und lernen schnell, kleine Lieder selbstständig mitzusingen. Ich habe auch einen Vorrat an verschiedenen Instrumenten und Gegenständen, mit denen man Töne erzeugen kann – die Kinder haben damit viel Spaß und werden zu kleinen „Komponisten“.
Das Spiel
Das Spiel ist für die Entwicklung der Kinder eine wichtige Voraussetzung. Hier setzt es sich aktiv mit seiner Umwelt auseinander. Es entwickeln sich geistige und körperliche Fähigkeiten, Ausdauer und Konzentration bilden sich immer mehr aus. Ich schaffe für meine Tageskinder einen angemessenen Raum, auch in der Natur, für freies und angeleitetes Spiel. In der Natur haben sie die Möglichkeit, durch direktes Erleben die Lebensräume zu beobachten und zu experimentieren. Natur erfahren, begreifen, verstehen: damit werden alle Sinne (hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen) gefördert. Durch Beobachtungen erfahre ich, welche Bedeutung bestimmte Themen, Gegenstände oder Figuren für die Kinder haben. Dafür stelle ich Material, Raum und Zeit zur Verfügung.
Die Bewegung
Bewegung ist die Voraussetzung für alle körperlichen Tätigkeiten, wie Essen, Atmen, Fortbewegung, Sinneswahrnehmung, Denken und Sprechen. Durch Bewegung erfahren die Kinder, ihre eigenen Kräfte und Fähigkeiten einzuschätzen sowie Kraft und Ausdauer, Grob- und Feinmotorik, und die Grenzen ihrer eigenen Körperlichkeit zu erfahren. Bewegung bedeutet auch, seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen.
Ich gebe der Bewegung (aktives und dynamisches Lernen) daher eine sehr große Bedeutung in meinem Tagesablauf.
Die Sprache
Mit Hilfe von Liedern, Reimen, Bilderbüchern, Geschichten, kurzen Märchen, natürlich auch im gemeinsamen Gespräch, förder ich die Sprachentwicklung der Kinder und vermittle Spaß an der Kommunikation.
Die Kinder lernen, dass Sprache auch dazu dient, Wünsche, Erlebnisse und Gefühle auszudrücken; sie lernen, den Worten zu zuhören, diese richtig auszusprechen, um sich dann gut und überzeugend mitteilen zu können
Zur Sprachlerndokumentation nutzen wir das Sprachlerntagebuch, welches mit zusätzlichen Ergänzungsseiten viele Lernmomente der Kinder festhält.
Die Kreativität
Ich unterstütze und ermutige die Kinder, kreativ zu werden. Verschiedene Materialien wie Farbe, unterschiedliche Papierarten, Knetmasse, stehen den Kindern jederzeit zur Verfügung.
Darüber hinaus gebe ich den Kindern in vielfältigen Angeboten die Möglichkeit, mit Naturmaterialien (z.B. Wasser und Sand, Muscheln, Steine, Schneckenhäuser, Tannenzapfen, Blätter, Baumrinde, Äste, Moos, ...) zu experimentieren.
Die Phase der Eingewöhnung ist sowohl für das Kind als auch für die Eltern von großer Bedeutung – beide müssen Vertrauen zu mir aufbauen. Die Eingewöhnungsphase ist sehr individuell gestaltet: die Kinder reagieren unterschiedlich auf Veränderungen und manche Kinder benötigen mehr Zeit, um sich auf eine neue Umgebung und eine neue Bezugsperson einzustellen. Durch meine Erfahrungen weiß ich, wie man diesen Prozess optimal begleitet und jedem Kind die Möglichkeit gibt, sein eigenes Tempo anzuwenden. Auch für mich ist diese Phase immer wieder spannend und ich freue mich darauf, ein neues Kind kennenzulernen und eine vertrauensvolle Beziehung entstehen zu lassen.
Je nach Kind dauert die Eingewöhnung zwischen einer und vier Wochen. Sollte es einmal länger dauern, ist das auch in Ordnung – das Kind und die Eltern bestimmen das Tempo. Am Anfang der Eingewöhnung besucht das Kind zusammen mit einem Elternteil unsere Kindertagespflege und sie verbringen gemeinsam einige Stunden hier, wobei sie die neuen Räume, die anderen Kinder und den Tagesablauf kennenlernen.
Im nächsten Schritt, der auch schon nach ein paar Tagen erfolgen kann, verlässt das Elternteil unsere Kindertagespflege für eine Weile – bleibt aber natürlich in der Nähe. Die Dauer der Abwesenheit des Elternteils steigern wir je nach Fortschritt der Eingewöhnung. Ich beobachte Ihr Kind in dieser Zeit sehr aufmerksam und wir besprechen dann die Erfahrungen, die Ihr Kind in Ihrer Abwesenheit gemacht hat. Die Eingewöhnungsphase ist beendet, wenn sich Ihr Kind wohl bei uns fühlt und auch Sie ein gutes Gefühl dabei haben, es den Tag über durch mich betreuen zu lassen.
Meine Kindertagespflege bietet jedem Kind ein gute Möglichkeit, soziale Grenzen und Verhaltensmuster zu erproben. Die Kinder knüpfen Kontakte und entwickeln die Fähigkeit, sich als eigenständige Personen zu erleben, ihre Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und auszudrücken. Sie erlernen das "Teilen und "Miteinander". In Streitsituation kann es zu grobem Körperkontakt kommen, die ich mit geduldigem Einfühlungsvermögen kläre.
Jedes Kind hat verschiedene, eigene Interessen und Bedürfnisse, die zum Teil entwicklungsbedingt, aber auch durch familiäre, kulturelle oder soziale Hintergründe, geprägt sind. Diese individuellen Bedürfnisse heißt es zu erkennen, zu verstehen und darauf einzugehen. Durch aufmerksame Beobachtungen und Zusammenarbeit mit den Eltern kann ich den Kindern optimale Entwicklungsmöglichkeiten bieten, jeweils unter Berücksichtigung ihres individuellen Entwicklungsstandes. Die Eltern sind verpflichtet, die Tagespflegeperson nicht nur vor Beginn, sondern auch während der Betreuung über Allergien, Krankheiten, besondere Verhaltensweisen und Eigenheiten des Kindes zu informieren. Tagespflegepersonen sind verpflichtet, die Eltern über Verhalten und Entwicklung der Kinder, Krankheiten anderer Kinder sowie über besondere Vorkommnisse während der Betreuungszeit zu unterrichten.
Elterngespräche sind reine Elterngespräche und keine Eltern-Kind Veranstaltungen. Sie werden in meinen Räumen geführt, wobei es auch immer um den aktuellen Entwicklungsstand des Kindes geht. Diese persönlichen Gespräche werden zweimal im Jahr von mir angeboten und finden außerhalb der Betreuungszeiten statt.
Besprechen werden wir fortlaufend organisatorische Aspekte, Entwicklungsschritte und spezifische Fragen zum Kind in der Gruppe. Sie als Eltern können mich auch zu pädagogischen Sachen fragen – ich teile mein Wissen und meine Erfahrungen gerne mit Ihnen. Ich weiß, dass auch die Eltern immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen und dass es dabei vielfältige Fragen gibt.
Unser Tag ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die immer wiederkehren und so Vertrauen und Verlässlichkeit für die Kinder bringen. Einzelne Tätigkeiten, wie Hände waschen, die Mahlzeiten, Zähne putzen oder natürlich der Mittagsschlaf strukturieren den Tag – die Kinder entwickeln eine Routine und lernen Abfolgen in einem Tagesablauf. Zwischen diesen festen Strukturen gibt es täglich wechselnde Angebote, die den Tag lebendig und abwechslungsreich gestalten – uns wird bestimmt nie langweilig.
Auch die Kinder können mitentscheiden, welche Spiele, Tätigkeiten oder Ausflüge wir an einen Tag machen oder auch für die nächsten Tage planen. Die Kinder lernen Wünsche zu äußern und im sozialen Miteinander auf die Wünsche Anderer einzugehen.
Tagesablauf
8:00 Uhr Öffnung der Kindertagespflege
8:30 Uhr gemeinsamer Frühstückstisch
9:00 Uhr pädagogische Angebote / Aufenthalt im Freien
11:00 bis 11:30 Uhr Mittagstisch
12:00 bis 14:00 Uhr Schlaf- und Ruhephase
14:30 bis 15:00 Uhr Vesper
Ab 15:00 Uhr Freispielphase / Aufenthalt im Freien
16:00 Uhr Schließung der Kindertagespflege
Ein krankes Kind muss telefonisch bis 8.00 Uhr in der
Kindertagespflege abgemeldet werden.
Generell sollte ein Kind nach einer Krankheit (z.B. Erbrechen, Durchfall, Fieber, …) noch einen Tag gesund zu Hause bleiben, bevor es wieder in die Kindertagespflege geht.
Durch das noch geschwächte Immunsystem ist die Gefahr der Wieder-Ansteckung erhöht. Außerdem besteht Ansteckungsgefahr gegenüber den anderen Kindern und der Kindertagespflegeperson.
Bei Infektionskrankheiten kann das Kind erst dann wiederkommen, wenn ein ärztliches Attest vorliegt. Ich verabreiche den Kindern keine Medikamente. Sollte es nötig sein, dass ein Kind auch während des Besuches in der Kindertagespflege Medikamente einnehmen muss, benötige ich eine Bescheinigung vom Arzt mit der genauen Dosieranleitung (hierzu bin ich nicht direkt verpflichtet, wird jedoch je nach Einzelfall gesondert von mir entschieden).
Die Kindertagespflege setzt eine pädagogische und gesellschaftliche Aufgabe um. Die stetige Dokumentation der Entwicklung des Kindes ist für seine spezifische Förderung wichtig. Die einzelnen Schritte der Entwicklung werden in unterschiedlichen Formaten festgehalten und gesammelt, dazu zählen: BeoKiz-Verfahren, Lerngeschichten, Fotos und natürlich auch die Sachen, die die Kinder gemalt und gebastelt haben.
Die spezifische Entwicklung Ihres Kindes ist somit nachvollziehbar und viele wichtige Schritte, auf dem langen Weg des Heranwachsens, werden festgehalten. Die Qualität meiner Arbeit in der Kindertagespflege lässt sich durch die Entwicklungsdokumentation messen. Es entsteht Vertrauen und es macht meine Tätigkeit transparent und nachvollziehbar.